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02.02.2017

News

Quelle: FuPa.net

Frühlingserwachen im Kummerfeld der Tabelle

Fußball-Bezirksliga: Abstiegsbedrohte Klubs trotzen den Abgesängen

Mit den beiden Nachholspielen in Konz und Geisfeld endet am 25. Februar die Winterpause in der Bezirksliga. Im vierteiligen Wintercheck berichtet FuPa über die Aktivitäten in den 16 Klubs während der Wintermonate. Im ersten Teil wird die Situation des Keller-Quartetts aus Thomm, St. Matthias, Buchholz und Wallenborn beleuchtet.

Von wegen Winterschlaf: In der Weihnachtspause zwischen den Jahren war in der Liga die Hölle los. Die DJK St. Matthias und der TuS Kröv wechselten ihre Trainer aus und auch beim Schlusslicht
in Thomm übernahm ein Interimsduo das Sagen. Erst im Herbst hatte es in Dörbach einen Trainerrücktritt gegeben.

Andreas Hesslein ist der Wallenborner Hoffnungsträger

Starke Nerven sind auch weiterhin bei den abstiegsbedrohten Klubs gefragt.  Mit nur 17 Punkten ist der Tabellendreizehnte aus Wallenborn vor der Winterpause in die gefährliche Nähe der Abstiegsplätze gerückt. Für Trainer Stephan Zimmer, der im siebten Jahr den  Eifelclub betreut, hat die Schieflage zwei Gründe. Zum einen macht er die fatale Verletzungsserie verantwortlich, zum anderen das bescheidene Abschneiden gegen die Mitkonkurrenten aus dem  Tabellenkeller. „Gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellenbereich  haben wir meist gut ausgesehen; dagegen haben wir gegen alle Mannschaften verloren, die mit uns in der unteren Tabellenhälfte stehen“. Große Hoffnungen setzt man in der Eifel auf Heimkehrer Andreas Hesslein,  der seit dem 1. Januar dieses Jahres für Wallenborn spielberechtigt ist. Der 29-jährige Abwehrspieler gilt nach seiner „Komplettausbildung“ bei Eintracht Trier, Salmrohr, Kaiserslautern und Mehring als großer Hoffnungsträger bei den Eifelern. Im Übrigen gab es personell keine Bewegung im Kader. Seit vergangenen Freitag stampft die Zimmer-Truppe durch den Eifel-Schnee, sehnsüchtig werden bessere Trainingsbedingungen erwartet. „Wenn wir verletzungsfrei bleiben, bin ich zuversichtlich, dass wir  die Klasse halten“, ist der Trainer davon überzeugt, dass das dritten Bezirksligajahr nicht das vorläufig letzte für die Eifeler ist.  Getestet wird gegen einige A-Ligisten und ausgerechnet an Karneval geht der Ernst des Ligalebens wieder los, wenn am 25. Februar das Nachholspiel gegen die SG Rascheid ansteht. „Da müssen wir uns warm anziehen, denn im Hinspiel haben wir die mit 7:3 abgezogen“.

Das Auf und Ab der SG Buchholz

Punktgleich mit Wallenborn besetzt auch der Vierzehnte aus Buchholz einen heißen Stuhl in der Liga. Die kleine November-Serie mit drei Siegen  gegen St. Matthias, Dörbach und Wallenborn brachte die Elf von Coach Dieter Krütten zunächst aus der Schusslinie, doch noch ist nichts gewonnen. „Natürlich bin ich mit dem Verlauf der Hinrunde nicht  zufrieden. Es war ein ständiges Auf und Ab und erst durch die kleine
Siegesserie und den Überraschungscoup im letzten Spiel des Jahres in Auw haben wir den Anschluss an das Mittelfeld wieder hergestellt“, meldet der Coach wieder Land in Sicht. Das Ziel heißt ganz klar Klassenerhalt.  „Die Mannschaft ist intakt; wir müssen aber geschlossener auftreten und im taktischen Bereich nachlegen“, gilt es für Krütten in Sachen Trainingsbeteiligung und Fitness noch an einigen Stellschrauben zu drehen.  In Sachen Neuerwerbungen melden die Vulkaneifeler Fehlanzeige, es rücken aber drei Jungs aus der zweiten Mannschaft in den Kader auf.  Seit dem 24. Januar läuft die Wintervorbereitung, in der Testspiele gegen Ellscheid (5.2.), Badem (11.2.), Klausen (18.2.) und Zeltingen (25.2.) anstehen.

Freischmidt will es bei DJK St. Matthias wissen

Mit der Verpflichtung von Trainer Helmut Freischmidt sorgte die DJK St. Matthias wohl für die große Weihnachts-Überraschung in der Liga. Die acht Zähler, die Trainer Bastian Hennen in der Hinrunde für die Mattheiser gesammelt hatten, erwiesen sich wenige Tage zuvor in der perspektivischen Betrachtung wohl als zu wenig im Hinblick auf das erklärte Saisonziel der Trierer. Der 45-jährige Freischmidt besitzt eine ordentliche Trainerausbildung, war schon in der DFB-Stützpunktarbeit tätig und hinterließ bei seiner letzten Trainerstelle beim Rheinlandligisten SV Leiwen-Köwerich einen starken Eindruck. Kein Wunder, dass die Verpflichtung des Trainer-Routiniers mit Trier-Süder „Stallgeruch“ als Glückgriff beim Tabellenvorletzten gefeiert wird.  „Die DJK ist ein gut geführter Verein mit Perspektiven. Es ist eine schwere aber auch  interessante Aufgabe, die mich sehr gereizt hat. Ich musste nicht lange überlegen,
bevor ich zugesagt habe. In zwölf Spielen ist noch viel möglich“, ist der neue Coach schon Feuer und Flamme. Mit Marvin Rach, Sahel Djedda und Nico Herz verließen einige Spieler den Verein, zuletzt zog es auch den erst im Herbst aus dem westfälischen Lennestadt gekommenen Christoph Hebbeker nach Tarforst.  „Ich bin noch an einigen Spieler dran, die zu uns kommen wollen. Aber noch ist nichts
spruchreif. Zudem rücken einige Leute aus dem zweiten Glied auf“, bastelt Freischmidt seit dem 16. Januar am Mattheiser Saison-Comeback. Entscheidend sind für den Coach die ersten beiden Spiele nach der Winterpause gegen Osburg und Neumagen.  „Da müssen wir was holen. Danach müssen wir von Spiel zu Spiel planen“ , ist die Lage für ihn trotz des großen Abstands zum Mittelfeld nicht aussichtslos. „Es ist schwerer aufzusteigen als nicht abzusteigen“, lautet sein Credo. „Der Wille ist da,
ich kann nicht klagen“. Als Sparringspartner in der Vorbereitung wurden Zewen (7.2.), Laufeld (11.2.), Pluwig (18.2.) und Könen (24.2.) gewonnen.

SG Thomm: Becker und Lang neue Doppelspitze

Das zehnte Ligajahr steht für die SG Thomm/Osburg unter keinem guten Stern. Mit nur mickrigen sechs Punkten mussten die Hochwälder abgeschlagen auf dem letzten  Tabellenplatz überwintern, schon im Herbst wurde die Zusammenarbeit mit Trainer Dirk de Wit beendet. Ingo Berens leitete bis zur Winterpause die Geschicke des Klubs als Interimscoach, an seiner Seite fungierte Daniel Becker als mitspielender Assistent. Nach der Winterpause wartet die SG mit einem neuen Führungstandem auf. Neben Daniel Becker übernimmt nun auch Torwart-Legende Thorsten Lang Verantwortung in der Mannschaftsführung, zumindest bis zum Saisonende. Daniel Becker feiert an diesem Freitag seinen 29. Geburtstag und arbeitet an seiner Trainer-B-Lizenz. Der 41-jährige Thorsten Lang will sich wieder als Torwart zur Verfügung stellen. Mit den beiden Eigengewächsen setzen die Hochwälder auf die angestrebte interne Lösung für die heiße Phase des Saisonendspurts.  „Es gibt noch eine realistische Hoffnung; wir haben uns noch nicht abgeschrieben. Die Stimmung in der Truppe ist gut. Andere Klubs hätten sich mit nur sechs Punkten wohl schon aufgegeben“, erkennt Becker einen Silberstreif am Horizont, um das „Unmögliche trotzdem zu schaffen“. Das Spielerkapital besteht fast ausschließlich aus einheimischen Jungs, Zug- und Abgänge gibt es keine. Personelle Engpässe machten den Thommern zuletzt das Leben schwer und so setzt man auf das dauerhafte Comeback von Nico Thömmes, der  bei seinen bisherigen sieben Saisoneinsätzen schon sechs Tore erzielte. „Mit ihm sind wir wesentlich schlagkräftiger“, setzt Becker auf den Routinier. Schon seit dem 20. Januar fließt der Trainingsschweiß, getestet wird gegen Zewen, Waldweiler, Schöndorf, Klausen  und Mandern. Dass die Mühe sich auf jeden Fall lohnt, davon ist der Thommer Coach überzeugt: „Die Mannschaft wird auch im Falle eines Abstiegs nicht auseinanderbrechen“.

 
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